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 28.05..2020

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die Schulen

 

Vorbemerkung:
Auf und um den Schulberg waren bis zum Ende des 19. Jahrhundert fast alle damaligen Schulen der Stadt Eschwege untergebracht. Die Standorte der einzelnen Schulen am Schulberg haben sich oft geändert, denn sie wurden mehrmals teilweise oder vollständig, manchmal dauerhaft oder nur zeitweise zwischen den drei großen Schulgebäuden verlegt. Diese Schulen wurden dann innerhalb eines Jahrhunderts bis 1992 an andere Standorte der Stadt verlegt und behielten dort oft ihren Namen. 

Die Schule auf dem Schulberg
Die Schule auf dem Schulberg hat keinen Namen, aber sie hat eine lange und vielseitige Vergangenheit, auch wenn das Gebäude mehrmals neu erbaut worden ist. Kloster-, Latein-, Knaben-, Mädchen-, Berufs-, Handels-, Mittel-, Pestalozzi- und Musikschule, und fast immer war sie die Erste.
 
Vom 12. -15. Jahrhundert war vermutlich eine Klosterschule dem Benediktinerinnenstift angeschlossen, dort unterrichtete mindestens seit dem 14. Jahrhundert ein Schulmeister.
Möglicherweise entstanden die späteren Schulgebäude auf dem Grund dieser ersten Schule.

Nach 1558 wurden jedenfalls neuaufgebaute Klostergebäude für die neuorganisierte Schule mit 5 Klassen verwendet. Später unterrichteten insg. sechs bis sieben Lehrer die Schüler. Die Schule zählte im 17. Jahrhundert zu den bedeutendsten im Land.
Nach dem Umzug der Knabenschule 1823 in das umgebaute Hochzeitshaus, entstand hier die erste Mädchenschule. 1830 wurde dann an gleicher Stelle das neue Gebäude errichtet (Bild rechts).

Auch die bis 1863 privat geführte “Höhere Töchter Schule” nutzte einige Räume. Nachdem sie seit 1863 unter städtischer Leitung stand, wurde sie 1908 in “Höhere Mädchenschule” umbenannt.

Außerdem wurden einzelne Räume schon im 19. Jahrhundert von beruflichen Schulen belegt.

Die Mädchenschule zog 1927 in das 1840 erbaute Gebäude Vor dem Berge gegenüber vom Hochzeitshaus um. D
anach wurden fast alle beruflichen Schulen auf den Schulberg zusammengefasst und die einjährige Handelsschule gegründet, die zuvor privat geleitet worden war.
Die beruflichen Schulen wurden 1950 größtenteils in das heutige Polizeigebäude in der Niederhoner Straße verlegt.
Danach entstanden hier die ersten Klassen der neuen Mittel- bzw. Realschule, die nach der Instandsetzung des Hochzeitshauses dorthin verlegt.wurde
Seit den 1960er Jahren war dann hier die
Pestalozzi-Schule untergebracht.
 

Wegen der Raumnot
wurden die Unterrichtsräume in den 1950 / 60er Jahren oft auch stundenweise zwischen den drei Schulgebäuden auf und vor dem Schulberg gewechselt.

 Die Schule um 1900 (Bild rechts - Foto Oscar Tellgmann)
 
Das daneben stehende Wohnhaus wurde etwa 1964 abgerissen, denn direkt darunter verlief ein Bunker, der schon in den 1950er Jahren an mehreren Stellen eingebrochen war.
Im Hintergrund ist der Karlsturm zu sehen.

Die heute mächtigen Kastanien sind damals gerade gepflanzt worden.
 

 

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Ein herrliches Sandsteingebäude, warum musste das mit künstlichen Mitteln verunstaltet werden?
(oben war es vermutlich schon immer verputzt.
Künstlicher Sandstein-Putz ist aber etwas anderes. Sandstein ist nicht glatt, das sagt der Name schon.)

 

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Die Schule um 1900 (Foto Oscar Tellgmann)

Die Schule im Hochzeitshaus.

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Um 1820 wurde das Hochzeitshaus, das damals auch “neues Haus” genannt wurde, für rund 5000 Taler zur Schule umgebaut und seit 1823 von der Knabenschule genutzt.

In den späten 1950er Jahren musste es wegen Baufälligkeit saniert werden. Danach war dort bis 1992 die Realschule untergebracht.

Das 1578 erbaute “Hochzeitshaus” ist nach dem Karlsturm das zweitälteste Gebäude auf dem Schulberg.

Der Lichthof im Hochzeitshaus wurde schon ewig für Ausstellungen genutzt

Die “Friedrich-Wilhelm”- / “Bürgermädchen”- / “Brüder Grimm”- Schule

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Der Eingang zur ursprünglichen “Friedrich-Wilhelm-”, früheren “Bürgermädchen-”, späteren “Brüder-Grimm-”, und heutigen Volkshochschule.
Ãœber der Tür ist noch die alte Inschrift “Mädchenschule” zu sehen
.

Einschulung

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In der 1840 erbauten Schule gegenüber dem Hochzeitshaus war zunächst die Realschule mit Progymnasium untergebracht,
Im Kaiserreich erhielt sie dann den Namen “Friedrich-Wilhelm-Schule”. Nachdem sie dann 1905 als humanistisches Gymnasium anerkannt worden war, zog sie 1911 in das neu erbaute Gebäude in der Bahnhofstraße.

Danach wurde das Gebäude in der Nachfolge der “höheren Töchterschule” bis 1926 als Lyzeum genutzt.

1927 zog dann die Mädchenschule hier ein, nachdem das Lyzeum in die “Leuchtbergschule” umgezogen war.
1955 wird sie zur “Brüder-Grimm-Schule” und Mädchen und Jungen werden gemeinsam unterrichtet.

1992 zog die Schule vollständig in die Leuchtbergschule um, die sich seither “Brüder-Grimm-Schule” nennt.

Heute befinden sich Räume der Volkshochschule in dem Gebäude.

Eine der ersten Grundschulklassen mit Schülerinnen und Schülern, die nun gemeinsam unterrichtet wurden.
(im April 1955 vor der Brüder Grimm Schule)

Rechts steht Lehrer Otto Pflüger, der diese Schulklasse bis zu seiner Pensionierung 1963 unterrichtet hat, für die Parallelklasse war Lehrer Vaupel bis 1959 zuständig. Danach wurden beide Volksschulklassen zusammengelegt, mit zeitweise weit über 40 Schülern.

 

 

Die ehemalige jüdische Schule in der Schulstraße

Gleichzeitig mit dem Bau der neuen Synagoge vor dem Berge wurde 1839 dahinter in der Schulstraße ein neues Gebäude für die 1827 gegründete jüdische Schule errichtet.

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Seit 1839 befand sich die jüdische Schule fast genau 100 Jahre lang in dem Gebäude in der Schulstraße (Bildmitte)