letzte Änderung:
 28.05..2020

Datenschutzerklärung

Eschwege - die Stadt

 

Rund um um den 974 erstmals erwähnten “Königshof” am oder auf dem späteren Schulberg und das im 11. Jahrhundert dort entstandene Frauenkloster entwickelte sich die “Altstadt” von Eschwege. Aber bereits im 13. und 14. Jahrhundert entstand die “Neustadt”. Bis zum 19. Jahrhundert verhinderte die Stadtmauer eine weitere bauliche Ausdehnung. Auch diese Mauer konnte die teilweise Zerstörung der Stadt 1637 nicht verhindern, trotzdem dauerte es noch über 200 Jahre bis zu ihrer Beseitigung.

Nachdem Eschwege 1866 von Preußen übernommen worden war, wurden Mauer und Tore teilweise höchstbietend von der Stadt versteigert. Danach entstanden neue Gebäude oberhalb der Anlagen und in Richtung des 1875 gebauten Bahnhofes und im 20. Jahrhundert neue Stadtteile.

ESW_Ansicht_vor1637_kl

Eschwege vor 1637 (Bild anklicken zur Vergrößerung, danach noch einmal für Vollbild) In der unteren Mitte ist der Verlauf der Stadtmauer zu erkennen.
Die drei Brückentore sind ebenfalls zu sehen.
(ganz links das Dünzebacher Tor, ganz rechts das Landgrafenschloss)

Eschwege1830_Ku_kl

die noch sehr übersichtliche Stadt Eschwege um 1830

Grundriss_kl

Der wahrscheinlich erste gedruckte Stadtplan von Eschwege 1826 (aus “Erinnerungen an die Vorzeit und Gegenwart” J. Ch. Hochhuth)
(anklicken zum vergrößern, es wird ein neues Fenster geöffnet, dann nochmals anklicken 
 

Grundriss_sl_kl
Grundriss_sr_kl

Erklärung zu allen Straßen und Gebäuden, die im Stadtplan von 1826 eingezeichnet sind

1

Das neue Tor

in der heutigen Friedrich-Wilhelm-Straße

2

Das Leimen Tor

etwa zwischen den heutigen Straßen An den Anlgen und Klosterstraße

3

Das Boyneburger Tor

zwischen Mauerstraße und Klostergasse

4

Das Dünzebacher Tor

zwischrn Brühl und Mauerstraße

5

Das Pommer Tor

Unter dem Berge / Werragasse

6

Das Brücken Tor

vor und hinter der 1. Werrabrücke

7

Die Hintere Brücke

2. Werrabrücke Richtung Grebendorf

8

Der andere Arm der Werra

fließt am „großen Wehr“ ab und mündet nach der Schleuse wieder in die Werra

9

Die vordere Brücke

1. Werrabrücke Kreuzung Unter dem Berge / Stad / Mühlgraben.

10

Das Rathaus

das alte Rathaus, 1660 erbaut, nachdem das vorherige 1637 zerstört wurde

11

Die Altstädter Kirche

Im 8. / 9. Jh. erstmals erbaute St. Dionys – Kirche, 1010 erstmals erwähnt

12

Die Neustädter Kirche

1340 erstmals erbaute St. Katharinen Kirche, mehrmals erweitert

13

Die Todtenhofs Kirche

1599 erbaut, auf dem damaligen Friedhof an den Anlagen / Ecke obere Friedenstr.

14

Die Hospitals – Kirche

Bis 1718 am Hospitalplatz, vermutlich ist die Hospitalkapelle gemeint

15

Die Knabenschule

Bis 1823 auf dem Schulberg, danach Hochzeitshaus, 1895 Humboldtstraße

16

Das Schloß

Landgrafenschloss. ursprünglich von den Thüringern 1386 als Burg gebaut, später ständig verändert

17

Das Kloster

Seit 1256 erbautes Augustinerkloster, 1527 geschlossen, heute Klosterbrauerei

18

Das Hospital

Seit 1559 bis in die 1960er Jahre an dieser Stelle

19

Der Nicolai Thurm

1455 erbauter Rest der Nikolaikirche, die im 16. Jh. abgebrochen wurde

20

Der Cyriacus Thurm

Rest des Kanonissenstiftes, üblich „Karlsturm“, der mit Karl d.Gr. nichts zu tun hat

21

Die Mädchen Schule

die alte Knabenschule auf dem Schulberg wurde 1827 zur Mädchenschule

22

Die Fleischschirn

Schlachthaus und Verkaufsstelle der Metzger, neben dem alten Rathaus.

23

Die Mühle

Neben der Schleuse, heute Stadtbibliothek, zuvor Jugendherberge

24

Die Walku. Oehl-Mühle

links hinter der 1. Werrabrücke, neben dem „Bügeleisenhaus“

25

Das Schleusenhaus

neben der Schleuse, Wohnhaus für den Schleusenmeister

26

Am Markt

Marktplatz

27

Am Schuhmarkt

zwischen Gebrüderstraße und alter Steinweg.

28

Das Lazareth

hinter dem Karlsturm gelegenes Militärkrankenhaus. 1838 abgerissen

29

Der Hospitals-Kirchhof

Heutiger Hospitalplatz. So genannt, wegen der ehem. Hospital-Kirche

30

Der Nicolai-Kirchhof

Auch Klauskirchhof, heutiger Nikolaiplatz

31

Vor dem Schloß

Schlossplatz

32

Am Staate

der Stad, eine der ältesten Straßen in Eschwege, bis um 1900 floß der Goldbach hier offen

33

Die Forstgasse

Die frühere Hauptverkehrsstr, trägt diesen Namen bereits seit dem 16. Jh.

34

Die Schildgasse

Seit mind. 1522 so genannt, könnte sie auch „Löbergasse“ geheißen haben (nach dem Handwerk Lohgerber)

35

Die Viehgasse

Bis 1898, erst danach zusammen mit dem „Schuhmarkt“ als Marktstraße bis zum zum Marktplatz führend

36

Die enge Gasse od. Sattlergasse

Anfang des 16. Jh. hieß sie Sattlergasse, im späten 18. Jh, bereits Enge Gasse

37

Die Herrengasse

Zwischen Stad und Neuer Steinweg. Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig

38

Die lange Berggasse

die heutige Berggasse, damals hieß die Schulstraße „Berggasse“

39

Am Fischstaate od. Unterm Berg

Heute „Unter dem Berge“. Die anliegenden Häuser standen zwichen Werra und Stadtmauer

40

Am Mühlengraben

Zwischen Werrabrücke und Schlossplatz, vermutlich nach der Schlossmühle benannt

41

Die Berggasse

die heutige Schulstraße

42

Am neuen Steinweg

Schon im 18. Jh. so genannte alte Straße, die v. Obermarkt / Herrengasse zum Schulberg führt

43

Im Brühl

Seit dem 14. Jh. bebaute Straße zur Neustadt am östlichen Rand der Stadt

44

Am Steinweg

Alter Steinweg, Ob die Befestigung der Straße zu dem Namen führte ist umstritten

45

Bei den Gebrüdern

Ursprünglich „Brudergasse“vermutlich wegen der Klosterbrüder so genannt, seit 1881 „Gebrüderstraße

46

Hinter der Scheure

Hinter den Scheuern, früher Anfang der „Wendische Mark“

47

Die Töpfergasse

Ursprünglich nur kurze Gasse bis zur alten Stadtmauer, später bis zur Neustadt

48

Die Nätergasse

Netergasse, bereits seit dem 14. Jh. so genannt, 

49

Die Wallgasse

Vermutlich auf die alte Stadtmauer deutend

50

Beym Kloster

Klosterstraße, führte seit dem 14. Jh. vom Leimentor zum Boyneburger Tor

51

Beym Brauhaus

Am Brauhaus, hier konnten einige Bürger Bier für den Eigenbedarf brauen

52

Die Todtengasse

Wegen des früheren Zugangs zum An den Anlagen gelegenen Friedhofs, heute Friedenstraße

53

Unter der Halle

Hospitalstraße, vom Hospitalplatz zur Neustadt

54

Die Kirchhofsgasse

Kirchgasse, neben der Altstädter Kirche zum Schulberg

55

Hinter der Marktkirche

Bei der Marktkirche, alle Häuser rund um die Kirche

56

Die Kirchhofsgasse

Nikolai Straße, vom Stad zum Nikolaiplatz, demnach hat es 1826 zwei Kirchhofsgassen gegeben

57

Die Mangelgasse

Vermutlich wegen der ehem. Bleiche und des Mangelhäuschens auf dem Werdchen so genannt

58

Die Bremerstraße od. Hintereck

noch im 20 Jh. gab es regen Floß- und Schiffsverkehr auf der Werra, der früher bis Bremen führte

59

Die Sperlingsgasse

Seit dem 19. Jh. Sperlingsgasse

60

Die Kodelgasse

Seit 1881 Mittelgasse, zwischen Alter Steinweg und Brühl

61

Die Dreckgasse

Burggasse später Otti-Werner-Straße.Früher auch “Tiefe Berggasse”. Anfang des 2. Jahrtausends soll hier eine Burg gestanden haben

62

Der blaue Steinweg

erst im 19. Jh. als Straße bekannt. Vom Neustädter Kirchplatz zur Mauerstraße

63

Die Rosengasse

Über den Ursprung des Namens gibt es nur Vermutungen

64

Auf dem Plan

Ehemals eine Art Marktplatz für die Neustadt

65

Die Werragasse

Führt vom Werraufer zum Schulberg, früher vom ehem. Pommertor

66

Die Wasenmeisterei

Abdeckerei

67

Die Schweingasse

„Wendische Mark“ ist in diesem Plan nicht bezeichnet, nur der vordere Teil vom Stad her wurde so genannt

68

Das Eselelsgäßchen

Verbindung An den Anlagen / obere Forstgasse

69

Stadt-Teiche

Hinter der damaligen Stadtmauer zwischen Pommer- und Boyneburger Tor zu Feuerlöschzwecken angelegt.

70

Der Kloster -Teich

ebenfalls wie (69), hier aber auf dem Klostergelände. (etwa Hof der heutigen Klosterbrauerei)

71

Die Mühlersweiden

Rechts neben der Schleuse

72

Das Wärtchen

Schon immer Festplatz, auch Bleiche und Mangelhäuschen, alter Sportplatz

73

Bei der Schabe

Gerber entsorgten hier legal die Abfälle von Tierhäuten in die Werra

74

Das kleine Wehr

Hier fließt als „Haarlache“ ein mittlerer Arm der Werra ab, der hinter der Schleuse wieder einmündet

75

Land, der Nonnengries genannt

Insel zwischen denWerrarmen, Werdchen, alter Sportplatz und Gärten

76

Hinter der weißen Wand

Bismarckstraße, der Name könnte etwas mit der Bepflanzung zu tun haben, bis in die 1920er Jahre gab es hier viele Gärten

77

Im Goldbach

Goldbachstraße, hier fließt der Goldbach (seit etwa 1900 unterirdisch) zum Stad und in die die Werra

78

Im Pfarrhof

Vom Leimentor - Humboldt-Schule gelegenes Grundstück neben der Klosterstr., gehörte d. Altstädter Kirchengemeinde

79

Auf dem Stadtgraben

parallel zur Mauerstraße, früher auch wörtlich ein Graben vor der Mauer,

80

Der Gries

links hinter der 2. Werrabrücke, etwa Eschenweg

81

Bei der Wasenmeisterei

Seit 1881 Grüner Weg

82

Tillyhäuschen

Kleines 1602 erbautes Häuschen in der Bismarckstr. (etwa Feuerwehrhaus) in dem der Feldherr Tilly 1623 hier gewohnt haben soll

nach oben